Auf dem ehemaligen Gelände des Kalksandsteinwerks der Xella Deutschland GmbH in Kaltenkirchen stehen umfassende Veränderungen bevor: Der bisherige Eigentümer hat das Areal des Abbaugebiets an die Hagedorn Unternehmensgruppe aus Gütersloh verkauft.

Ziel ist es, die bislang industriell genutzte Fläche hochwertig zu entwickeln und ein neues, lebendiges Quartier mit besonderer Aufenthaltsqualität zu schaffen.
Seit Anfang 2026 wurden wichtige Schritte zur Entwicklung des Gebietes angestoßen: Dazu zählen der Eigentümerwechsel, erste Abstimmungen mit Fachbehörden und dem Land Schleswig-Holstein sowie der Start vorbereitender Untersuchungen im Entwicklungsgebiet.
Das Gelände in Kaltenkirchen wurde über viele Jahre durch die Xella Deutschland GmbH – einen der führenden Hersteller von Baustoffen wie Porenbeton – als Abbaufläche für mineralische Rohstoffe genutzt. Nach dem Ende dieser Nutzung eröffnet sich nun die Chance, das Areal grundlegend neu zu denken und städtebaulich sinnvoll weiterzuentwickeln. Die Entwicklung der Fläche übernimmt die Hagedorn Unternehmensgruppe.
Die Hagedorn Gruppe ist ein national und international tätiges Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette der Bauwirtschaft mit Schwerpunkten in den Bereichen Rückbau, Recycling, Tiefbau, Schwerlastlogistik und Flächenrevitalisierung. Mit ihrer ganzheitlichen Prozesskette hat die Gruppe bislang mehr als 3,5 Millionen Quadratmeter Brach- und Industrieflächen revitalisiert.
In intensiven Abstimmungen zwischen Stadtverwaltung, Politik und Projektentwickler ist es gelungen, ein zukunftsweisendes Konzept auf den Weg zu bringen. Unter dem Projektnamen „Seequartier“ soll ein modernes Stadtquartier entstehen, das Wohnen, Nahversorgung und Kultur- und Freizeitangebote am Wasser miteinander verbindet.
Vorstufe für die Entwicklung ist eine umfassende Kartierung des gesamten Gebiets. Die zuständigen Naturschutz-, Wasser und Bodenbehörden sind eng in die Planungen eingebunden.
Im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags verpflichtet sich die Hagedorn Gruppe, das Gebiet nach klar definierten Qualitätskriterien zu entwickeln. Geplant sind die im Folgenden aufgeführten Maßnahmen. Prüfungen und Gutachten werden zu den einzelnen Vorhaben vollzogen bzw. eingeholt. Schlussendliche Entscheidungen erfolgen auf Grundlage der daraus gewonnenen Erkenntnisse.
Gastronomie mit Blick auf den See
Bürgermeister
Stefan
Bohlen betont die Bedeutung des Projekts: „Mit dem Seequartier
nutzen wir die einmalige Chance, ein neues, attraktives
Stück Kaltenkirchen zu
schaffen. Hier entsteht ein Quartier, das Wohnen, Versorgung, Kultur- und Freizeit
auf besondere Weise verbindet und die Lebensqualität in unserer Stadt
nachhaltig stärkt. Wir als Stadt verhindern hierdurch die Entstehung einer
neuen Brache im Herzen von Kaltenkirchen.“
Kathrin
Schwanke,
Fachbereichsleiterin Tiefbau und Stadtplanung, ergänzt:
„Die Entwicklung des Areals folgt einem klaren städtebaulichen Leitbild.
Besonderes Augenmerk liegt auf einer ausgewogenen Mischung aus Wohnraum,
Infrastruktur und hochwertigen Freiräumen – immer unter Berücksichtigung
ökologischer Belange.“
Dipl.-Ing. Axel Köster, Geschäftsführer der Hagedorn Revital GmbH, ein Unternehmen der Hagedorn Gruppe: „Die Revitalisierung von vormals industriell genutzten Flächen ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. In Kaltenkirchen schaffen wir aus einem ehemaligen Abbaugebiet einen zukunftsfähigen Lebensraum – nachhaltig, innovativ und im engen Dialog mit der Stadt.“
Hannah Johann, Leitung Quartiersentwicklung bei der Hagedorn Revital GmbH: „Unser Ziel ist es, ein Quartier mit einem Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kaltenkirchen zu entwickeln, das Identität stiftet und langfristig funktioniert. Die Lage am Wasser bietet enormes Potenzial, das wir mit hoher gestalterischer und funktionaler Qualität nutzen wollen.“
