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  • Leibniz Privatschule: Pubertät ist keine Krankheit

    13.02.2019, 19:00 Uhr Leibniz Privatschule, Werner-von-Siemens-Str. 14

    Nicht allein der Heranwachsende durchlebt die Phase der Pubertät. Dies gilt ebenso für Väter und Mütter. Sie erleben gleichermaßen körperliche Veränderungen. Und auch das Familienleben „pubertiert“. Nicht selten steht mit der Pubertät der eigenen Kinder auch deren baldiger Auszug bevor. Aus der elterlichen Konzentration auf die Kinder, aus der familiären Gemeinsamkeit entwickelt sich eine neue Partnerschaft, eine veränderte „Zweier-Beziehung“ von Vater und Mutter. Während der Pubertät ist nicht allein der Heranwachsende in Bewegung, dies gilt auch für die Eltern. Mir fällt auf, wie wenig dieser Gesichtspunkt von Eltern gesehen und vor allem gelebt wird. Der Auszug der Kinder kann der Beginn einer neuen gemeinsamen Etappe sein. Wird dieser Aspekt unterschätzt, kommt es nicht selten zum Stillstand in den Paarbeziehungen oder dazu, dass ein Partner bzw. eine Partnerin ausbricht. So ist es wohl kein Zufall, wenn mit dem Auszug der Kinder ein Ehepartner auszieht und in eine andere Beziehung flieht. Darüber spricht die Hamburger Sonderpädagogin Bettina Marquardt am Mittwoch, 13. Februar, 19 Uhr, in der Schulmensa der Leibniz Privatschule Kaltenkirchen, Werner-von-Siemens-Straße 14 (Eintritt: 7 Euro). Anmeldung: Tel. (0 41 91) 99 11 0 - E-Mai: kaltenkirchen@leibniz-privatschule.de Viele Eltern scheuen Konflikte und Auseinandersetzungen mit ihren Heranwachsenden, sind gar der Meinung, die Erziehung sei nun am Ende. Erziehung hat aber mit Beziehung zu tun, mit beharrlicher, nicht immer harmonischer Beziehungsarbeit. Wer sich aus der Erziehung zurückzieht, zieht sich auch aus der Beziehung zurück, lässt Jugendliche allein, macht sie halt- und orientierungslos. Manch zerstörerische Aktivitäten von Pubertierenden geben Hinweise darauf, wie Heranwachsende hilflos um Hilfe, nach Zuwendung, nach Annahme, nach Bindung schreien. Eltern und alle Erwachsenen, die mit Pubertierenden zu tun haben, brauchen eine Ermutigung zur Erziehung und Beziehung. Und sie brauchen eine Ermutigung, auch zu sich zu stehen. Denn Heranwachsende haben Respekt vor Eltern, die für sich sorgen und Verantwortung für sich übernehmen. Doch dies gelingt nicht von heute auf morgen. Das ist manchmal ein mühseliger Entwicklungsprozess. So stellt die Pubertät eine spannende Phase in den Eltern-Kind-Beziehungen dar – voller Dramatik, voller kleinerer und größerer Konflikte, eine Phase, deren Sinn und Tiefe manchmal erst im Nachhinein geschätzt wird. „Die Pubertät ist eine Chance – für alle Beteiligten.“

 
 
 
 

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